Der Winter ist gar nicht soo lang. Also fertig gejammert!

halbsoschlimm

Die NZZ zum astronomischen Frühlingsbeginn, 27.2.2013, Seite 57

 

 

Schräge Perle

Irgendwie ist dieses Gedicht – heute in meiner Tageszeitung auf der Todesanzeigen-Seite erschienen – ziemlich rührend.

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Lyrik, nicht die allerbeste

Der letzte Tag der Weihnachtsferien ist sogar hier im Glarnerland verhangen und grau – und damit beginnt die lange, lange Zeit des Wartens auf den Frühling…

In den letzten Tagen bin ich auf die Gedichte von Friederike Kempner gestossen, eine Schriftstellerin und Lyrikerin aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, deren Gedichte so grauenhaft schlecht waren, dass sie schon zu ihren Lebzeiten parodiert wurden (so gemein!). Und es heisst, ihre Familie habe alle Bücher aufgekauft, um sie, im Namen der Familienehre, umgehend zu vernichten…

Die Parodien sind nicht ohne weiteres als solche erkenntlich, so dass Parodien zum Teil unter ihrem Namen nachgedruckt wurden. Ein schönes Beispiel einer solchen Parodie, die uns das Warten auf den Frühling verkürzen mag:

Wenn der holde Frühling lenzt
Und man sich mit Veilchen kränzt
Wenn man sich mit festem Mut
Schnittlauch in das Rührei tut
Kreisen durch des Menschen Säfte
Neue ungeahnte Kräfte –
Jegliche Verstopfung weicht,
Alle Herzen werden leicht,
Und das meine fragt sich still:
„Ob mich dies Jahr einer will?“

Zum Vergleich hier ein Original:

Die Zugvögel

Lieben Vöglein, singet ihr,
Was und welches Lied?
Ob vom kalten Norden hier,
Ob vom heißen Süd?

Ob von Schneelawinen nur,
Wo die Raben schrei’n,
Oder wo auf Kaktus Flur
Kolibri’s gedeih’n?

Ob wo Eichenblätter weh’n,
Herbstlich rosenrot,
Oder wo auf Baumes Höh’n
Wächst das Wunderbrot?

Heißer Süden, kalter Nord,
Sag’t, wo’s besser ist,
Sag‘, mein Vöglein, sag‘ auf’s Wort:
Wo Du lieber bist!

*krabumm*

Ich meine, ich bin ja auch seit der 1. Klasse der Meinung, dieses Denkmal gehöre weggesprengt. So unverfroren dazu aufzurufen hätte ich denn aber doch nicht gewagt:

 

Wo ist Herr Meyer, wenn man ihn braucht?

Herr Meyer ist Orthographiesünderjäger, Werber, Blogger und Buchautor. Auf unserem Osterspaziergang habe ich ihn mit seinem tollen Einsatzfahrzeug vermisst –  nicht nur bei der hier abgebildeten Holzbeige. Auf demselben Spaziergang kommt man auch an einem Schild vorbei, dass vor Aufenthalten „im- und auf dem Wasser“ warnt. Das so gefährliche Wasser steht im „Tankgraben“, ja: Ich wohne ganz knapp IM réduit.

Herr Meyers Buch heisst „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“, man kann es hier probelesen. Es ist unbedingt empfehlenswert – ich habe schon lange nicht mehr so vergnügt gelacht. Ausserdem: Ein Buch, in dem das Wort „blümerant“ vorkommt, MUSS man einfach lieben!

 

Werbung, die weiss, ob eine Frau oder ein Mann zuschaut

Plan UK hat eine Kampagne am Laufen, die sich nur an Frauen richtet – die Werbung scannt das Gesicht der Betrachterin, und wenn diese als Frau erkannt wird, spielt die Werbung ab. Es geht um Benachteiligung von Mädchen.
Insofern eine geniale Grundidee, mit der „Plakat“kampagne die Benachteiligung auf Grund des Geschlechts erlebbar zu machen. Was mir aber nicht gefällt daran ist: Wer definiert, wie eine Frau aussehen muss, um vom Programm als solche erkannt zu werden? Die Technologie, die auf Benachteiligung von Mädchen aufmerksam machen will, schubladisiert Menschen auf Grund ihres Aussehens. Da wird mir schon ein bisschen mulmig.

httpv://www.youtube.com/watch?v=BHnpSGdIGAI

 

Erwachsen werden nein danke.

(c) http://de.dawanda.com/shop/heyhey

Dieses entzückende Plakat und viele mehr in der Art, sowie auch  T-Shirts oder Wanduhren gibt es im Dawanda-Shop „Heyhey„.

Ein bisschen pubertär, aber hey, hey – Erwachsenwerden? …

Kein Winter in Sicht – aber dieses Velo ist bereit!

(Entstanden als Teil der Image-Kampagne der Glarner Handarbeits-Lehrerinnen)

 

Woll-Wahn

httpv://youtu.be/_ZL1aPAhrjs

Weder Pilz noch Vogel

(gesehen auf dem Weg zum Wanderdrechsler auf dem Niederurner Schlössli)