Frühlings-Selbermachen: Frischkäse mit Bärlauch

Frischkaese

Schon seit jeher möchte ich gerne Sachen selber machen. Ausprobieren, „wie das geht“. Heute haben wir von einem wunderbaren Frühlingsspaziergang etwas Bärlauch mit nach Hause genommen, im Kühlschrank hatte es noch einen Liter Ziegenkäse, und voilà: Frischkäse mit Bärlauch. Noch lauwarm gegessen: Ein Gedicht!

  • 1 Liter Ziegemilch auf 95 Grad erhitzen
  • Saft einer Zitrone dazugeben
  • Unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten köcheln lassen
  • Durch ein Tuch abseihen
  • Den Frischkäse aus dem Tuch in eine Schüssel geben
  • Etwas Salz, einen Esslöffel Olivenöl und eine handvoll fein geschnittenen Bärlauch dazugeben
  • Fertig!

Black Butter. Jetzt ist WIRKLICH Herbst.

Sehr viel Spass hat es gemacht, mit der uralten Apfelzange die Äpfel vom Baum der netten Nachbarin zu pflücken, die froh ist, wenn ich ihr helfe, den Mengen an Äpfeln beizukommen. Es sind Äpfel, die roh nicht besonders gut schmecken, gekocht aber himmlisch sind. Ich habe daraus Apfelmus gekocht, aber vor allem auch Black Butter. Das ist eine Spezialität von der Kanalinsel Jersey, eine dick eingekochte Apfelpaste mit etwas Zitrone, Zimt und Lakriz gewürzt. Auf Jersey wurde das früher in nachbarschaftlicher Zusammenarbeit hergestellt:
httpv://youtu.be/Sp5LklyyQFM

Ich habe etwas kleinere Mengen gekocht. Für 8 Gläser à einem halben Liter:

  • 1 Liter sauren Most

ca. 1/2 Stunde einkochen.

  • 800 Gramm Melasse
  • 800 Gramm Zucker
  • 2 kg Apfelstückchen von geschälten Äpfeln

beigeben und unter gelgentlichem Rühren 2 Stunden köcheln lassen

dünn geschnittene Scheiben von 2 Zitronen

  • 1 EL Zimt
  • 1 TL Piment, ersatzweise schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Nelkenpulver

Beigeben und nochmal eine halbe Stunde köcheln lassen.
Mit dem Stabmixer durchgehen, sich nicht anspritzen lassen!
In Gläser abfüllen, fertig.
Nach ein paar Monaten Lagerung ist der Black Butter fast schwarz.

(Weitere Informationen zu Jersey Black Butter: http://jersey.com/English/eatingout/genuinejersey/Pages/BlackButter.aspx)

 

Steineier

  • Für die Steine: Einen Spaziergang entlang der renaturierten Linth
  • Für die Eier: Malvenblütensud und Gummis

Frohe Ostertage!

30.12.11

Gekocht: Aserbeidschanisches Rindsschmorfleisch mit Kastanien und Safran, dazu Wirz mit rotem Pfeffer und Fächerkartoffeln.
Gebacken: Gugelhupf mit Glasur,rosenwasserparfumiert..

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Kardamom-Quitten

Im Frühling hatte ich die Befürchtung, dass der Quittenbaum dieses Jahr reichlich Früchte tragen wird – wenn aus jeder Blüte eine Frucht wird.

Und so kam es. Wahrscheinlich nicht ganz gar jede Blüte, aber doch reichlich Quitten können wir laufend ernten. Daher wagen wir auch kulinarische Experimente.

Quittengelee mit grob gemörstertem Kardamom – sieht hübsch aus, schmeckt fantastisch!

Gut Ding will Weile haben…

1991, Berlin. Die Berliner Volksbühne besucht, an der eine Reprise des jahrzehntelangen Dauerbrenners „Rameaus Neffe“ von Didert gegeben wurde. (Hing nicht am Rosa-Luxemburg Platz damals ein Transparent mit der nicht rein kulinarisch gemeinten Botschaft „wer will schon Kohl essen, wenn er edleres Gemüse haben kann“?) In Kaffeehaus-Atmosphäre, es wurde auch serviert. Als besondere Spezialität und Leckerei gab es dort sogenannte „Rameau-Eier“, es hiess, zu Diderots Zeit seien Gewürzeier seeehr in Mode gewesen. Auf den Tischen lag das Rezept dazu. Ich habe es mir aufgeschrieben, weil ich das unbedingt mal selber ausprobieren wollte…

… was ich nach 20 Jahren nun endlich getan habe. Und zwar so:

Einen Sud vorbereiten aus

  • Schwarztee
  • 1/2 Zimtstängel
  • 1/2 Stängel Süssholz
  • 5 Nelken
  • 5 Kardamon-Kapseln

Diesen Sud ca. eine Viertelstunde köcheln lassen. Die Eier 5 Minuten darin ankochen, herausnehmen, anschlagen. Danach weitere 20 Minuten in dem Sud weiterkochen. Eine Nacht lang im Sud stehen lassen.

Das Resultat sieht zwar hübsch aus, der Gewürzgeschmack ist aber eher „dezent“ – beim nächsten Versuch werde ich die Eier viel stärker anschlagen, damit der Sud auch schön eindringen kann.

Apfel-Curry-Risotto: Schnell und gut

Seit Studienzeiten ist dieses schnelle Gericht nicht aus meinem Kochrepertoire wegzudenken: Risotto mit Äpfeln, Baumnüssen und Curry. In weniger als einer halben Stunde fertig und in der Zeit ist man nicht mal besonders beschäftigt:

  • 1 Zwiebel und eine Hand voll Baumnusskerne kleinhacken
  • in Butter andämpfen
  • Risottoreis und etwas danach Curry dazugeben (von der eher mild-süsslichen Sorte, wie milder Madrascurry z.B.)
  • Achtung: Curry darf nur leicht angedämpft werden, sonst wird er bitter
  • Mit Wasser oder Süssmost ablöschen, mit Bouillon und Pfeffer würzen
  • 3 kleingewürfelte Äpfel dazugeben
  • Kochen, bis das Risotto schön sämig ist.

Body Butter hausgemacht

Heute habe ich etwas „gekocht“, das nicht zur inneren Anwendung gedacht ist. Mein Body-Butter-Topf war leer, und statt Nachschub zu kaufen, habe ich mir Nachschub selbst hergestellt.

Im Internet gibt es unzählige „Kosmetik-Selbstgemacht“-Foren, die ich im Lauf meiner Seifen-Experimente entdeckt habe. Dort bin ich auf eine Reihe von Body-Butter-Rezepten gestossen, und auf dieser Grundlage habe ich nun meine eigene gerührt, und zwar so:

  • 50 Gramm Sheabutter
  • 50 Gramm Kakaobutter
  • 50 Gramm Kokosfett
  • 75 Gramm Aprikosenkernöl
  • 1 TL Bienenwachsperlen
  • 20 Gramm Tegomuls (das ist ein Emulgator)

Im Wasserbad schmelzen.

  • 1 dl lauwarmes destilliertes Wasser
  • 15 Tropfen Euxyl (Konservierungsmittel, man könnte auch einen Teil des Wassers durch Alkohl ersetzen)

Dazugiessen. Mit dem Handmixer gut mixen, bis es wie selbstgemachte Mayonnaise aussieht.

10 Minuten in den Tiefkühler stellen.

Nochmals 5 Minuten mixen.

Fertig.

Sieht aus wie Mayonnaise, hat eine Konsistenz wie Mayonnaise, riecht aber anders. Man könnte die Body Butter sicherlich parfümieren, ich wollte aber den Duft des Aprikosenkernöls nicht überdecken.

(Eine gute Quelle für all diese exotischen Rohstoffe ist www.allerlei-praktisches.ch)

Vermicelles-Muffin-Brötchen

(Foto folgt, sobald die Kamera wieder ganz ist…)

Im Kühlschrank lag ein Päcklein Vermicelles-Paste, das Verfalldatum bedrohlich nah. Und ich hatte Lust auf Muffins. So liess ich mir ein Rezept einfallen, und da das Resultat so köstlich war, teile ich es hier mit Euch:

  • 200 Gramm Mehl
  • 50 Gramm Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 Pack Backpulver

-> vermischen

  • 1 Ei
  • 1 1/2 dl Milch
  • 200 Gramm Vermicelles-Püree

-> Mit dem Mixer gut vermischen.

Das Flüssige zum Pulvrigen kippen, mit dem Mixer gut vermischen.

In Muffins-Förmchen reinfummeln

Bei 190 Grad 20 Minuten backen

Das Resultat ist eher brot- als kuchenartig, es werden eine Art knusprig-süsse Brötchen mit Kastanienaroma.

Mit der grossen Kelle

Ich koche lieber grosse als kleine Mengen. Und Chili con Carne ist eines dieser Gerichte, von dem man locker eine grosse Menge kochen kann, denn aufgewärmt schmeckt es nur noch besser. Einmal für heute, einmal für morgen, und noch ein paar Portionen für in die Tiefkühltruhe zum Ins-Büro-Mitnehmen!