Resteverwertung

Ich habe viele selbst genähte T-Shirts aus hübschen Stoffen. Da fällt so einiges an Stoffresten an. Irgendwann, so hoffte ich, falle mir schon etwas ein, was ich mit diesen Resten anfangen könnte.

Gestern habe ich die neue Ausgabe der Zeitschrift „Handmade Kultur“ gekauft. Darin gefunden: Schnittmuster für Unterwäsche…

Unterhose1

Wäre doch irgendwie noch hübsch, jeweils die zum T-Shirt passende Unterhose tragen zu können …

Heisse Pfingsten

Wie jedes Jahr finden auch diese Pfingsten zahlreiche Lager von Jugendverbänden statt. Üblicherweise herrscht am „Pfila“ legendär schlechtes Wetter; Matsch und Frieren gehören dazu. So hatte ich dieses Jahr schon fast die Befürchtung, die Pfilas müssten abgesagt werden, weil kein Schönwetterprogramm geplant worden war.

item.

Es ist hochsommerlich heiss, über 30 Grad. Eigentlich ist es nur im Wasser auszuhalten. Z. B. im Walensee (juhu, mein iPhone kann Unterwasser-Aufnahmen):

unter wasser

Das kühlste Zimmer in unserem Haus ist mein Nähzimmer. Im Winter ist dies ein Nachteil, jetzt ein Genuss. Bei 20 Grad Innentemperatur lässt es sich gut aushalten. Passend zur Aussentemperatur habe ich mir gestern ein Strandkleid genäht, nach einem Schnitt aus der aktuellen Ottobre-woman-Nummer.

Dabei habe ich eine neue Art von Hals- und Armausschnittversäuberung bei Trikotstoff ausprobiert, quick&neat:

  • Versäuberungsstreifen 5 cm breit, ca. 20% kürzer als der zu versäubernde Ausschnitt.
  • Mit der Overlock rechts auf rechts annähen.
  • Füsschenbreit versäubern.
  • Um die Annäh-Naht klappen, mit Zwillingsnadel feststeppen.
  • Fertig.

Muss ich mir merken. Ist viel einfacher und schneller als meine bisherige Methode, die für die letzte Naht einen Handsaum benötigt. Gibt eine ganz schmale, sichtbere Versäuberung.

strandkleid

Das ist mein erstes „Handarbeits-Posting“ seit langem. Ich habe vor Jaaaahren mit dem Bloggen angefangen, um meine Handarbeitsprojekte zu dokumentieren und Lernerfolge zu sichern. Für meine Strickprojekte findet dies schon länger vollständig bei ravelry statt. Für’s Nähen gibt es ein solches Netzwerk leider nicht – falls doch: Hinweise nehme ich gern entgegen!

Schöne Stoffe

kissen

Ich liebe spezielle Stoffe. Und ich liebe es, in speziellen Stoffläden in Farben und Mustern und Materialien zu schwelgen. Vorletzte Woche war ich in Berlin und habe bei Frau Tulpe eine wunderbare Stunde verbracht. Mit nach Hause gebracht habe ich (u. a.) den Käferstoff.

Der schöne  Tupfen-Vorhang ist aus Stoff von barré in Zürich, und das rote und das weisse Kissen aus handbedruckten Stoffen aus dem kleinen Stoffsalon in Wien. Und alle miteinander machen unsere Lese-Kuschel-Filmschau-Ecke zu etwas Besonderem.

 

Ich bin gespannt, ob ich diesen Sommer in Cardiff auch ein spezielles Stoffgeschäft entdecke…

 

iPad-Hülle

Passt!

hull

19. Februar – Spätwinterjacke

Draussen ist es viel zu kalt und zu nass, um den Fasnachtsumzug anschauen zu gehen. Stattdessen verkroch ich mich heute ein paar Stunden ins Atelier und habe den schönen, braunen Stoff, den ich vor über einem Jahr im Ausverkauf für sehr wenig Geld gekauft hatte, zu einer Spätwinterjacke verarbeitet.

Sie ist recht lang und leicht tailliert, und leider so schmal und engärmlig geschnitten, dass ich wohl keinen Winterpulli drunter anziehen kann. Normalerweise passen mir Sachen nach ottobre-Schnittmuster wie wenn sie für mich gezeichnet worden wären, das wäre auch hier der Fall gewesen: Ich bin selber schuld, dass die Jacke etwas knapp sitzt. Das Schnittmuster wäre nämlich für leicht dehnbaren Stoff gedacht gewesen. Trotzdem: Schön ist die Jacke geworden, und für über Blusen oder T-Shirts sicher perfekt für die Übergangszeit. Ich habe sogar ein T-Shirt aus dem Kaputzenfutterstoff, das ich dazu anziehen könnte ;-).

Mitten in der Arbeit ist mir die Nähmaschine kaputt gegangen. So ein Mist aber auch. Zum Glück ist die alte, treue Elna Supermatic in solchen Fällen zuverlässig zur Stelle. Sie kann vieles nicht, was meine „normale“ Maschine kann und auf das ich nicht verzichten möchte – aber ich gäbe sie trotzdem nie, nie her!

Ein schwarzes Kleid

Den Stoff zu diesem Kleid habe ich letztes Jahr im Ausverkauf gefunden, für 15 Franken. Es ist ein Wollmousseline mit eingewebten Punkten. In der Burda vom April hatte es einen ganz einfachen Schnitt drin, der mir perfekt schien für diesen Stoff – nur war es dann etwas langweilig. Darum habe ich einen Teil der Punkte des Oberteils mit Wollresten umstickt – Seide, Mohair, Wolle, Baumwollgarn (das im Dunkeln leuchtet ;-)).

Die Wolle ist erstaunlich angenehm zu tragen, auch an heissen Tagen, sogar in schwarz. Sowohl die Webart des Stoffes als auch der Schnitt sind halt eben sehr luftig.

 

Freies Sticken macht Spass…

… und dabei ist erst noch eine RIESIGE Einkaufstasche herausgekommen.

 

Nach einer Anleitung aus „Das etwas andere Nähbuch“ von Poppy Treffry. Natürlich leicht abgeändert: Ich habe nicht nur Blümchen, gestickt, sondern auch noch ein Bienchen. Und ich habe eine zuklettbare Innentasche für’s Portemonnaie ins Futter genäht. Die Tragebänder sind mit Posamentenbändern vom Flohmarkt verstärkt. Von denen habe ich noch dutzende von Metern, in vielen Farben.

Die Tasche ist wirklich riesig, sie misst 80 x 60 cm. Ich hätte sie ruhig *etwas* kleiner machen dürfen.

Und ja, ich weiss: Ein Blümchen hat keinen Stängel. Macht nichts, perfekt ist langweilig.

 

Zweiter Versuch

Diesmal ist das Notenfach auf der richtigen Seite. Dafür war die Stoffwahl nicht optimal – das Nylon-Innenleben ist zwar sehr gut gelungen, aber der Zierstoff aussen franst zu sehr und liess schon beim Wenden erste Fäden, die jetzt halt unschön fest-gezickzackt sind. Ja nun, brauchen kann man’s trotzdem, und der Broktastoff ist zu schön und zu teuer, um das Portemonnaie wegen eines (nicht ganz so) kleinen Schönheitsfehlers wegzuwerfen.

Den Brokatstoff habe ich vor Jahren bei Apropos gefunden, einem interessanten Stoffgeschäft in Fussdistanz von meinem Arbeitsort, im Ausverkauf, massiv herabgesetzt im Preis. Ein halber Meter hat nur noch 50 Franken gekostet – ich glaube, das waren etwa ein Drittel des ursprünglichen Preises.

Geld rumtragen

Als ich bei Prachmais diese wunderhübschen Portemonnaies gesehen habe, habe ich mir gedacht, das will ich auch versuchen! Allerdings hatte ich keine Lust, für ein erstes Ausprobieren Geld für ein Schnittmuster auszugeben, und bin nach kurzer Googlerei bei „Funfabric“ diese wunderbare Gratis-Anleitung gestossen. Leicht verständlich, humorvoll geschrieben, gar nicht soo kompliziert.

Trotzdem habe ich es verhauen – die Kreditkartenfächer schauen in die falsche Richtung, nämlich nicht in dieselbe Richtung wie das Notenfach… blöd, sowas. Aber ich weiss jetzt im Prinzip wie es geht, und zum Glück habe ich den Fehler mit „Testnylon“ gemacht (aus einem Veloregenschutz), und nicht aus dem tollen geblümtem Nylon, aus dem ich eigentlich ein Portemonnaie möchte. Das nächste wird dann perfekt!

Etwas Manierliches zum Wochenende

Ich möchte gerne wieder etwas mehr nähen – und an den letzten Ferientagen habe ich dazu einen Anlauf genommen:

Emmeline Apron von www.sewliberated.com.