Aufbruchstimmung

Bereits als Jugendliche war ich politisch aktiv. Damals lebte ich in Stans NW und engaierte mit ich der 1981 gegründeten grünen Partei „Demokratisches Nidwalden“, half Flyer verteilen, arbeitete an der Vorbereitung von Ausstellungen mit, schrieb Leserinnenbriefe, arbeitete in AGs mit. Meine ganze Pubertät über hing dieses Plakat in meinem Zimmer:

DN

(Quelle Plakat: Schweizer Plakatsammlung)

Diese Plakat so lange Zeit jeden Tag anzusehen, hat mich tief geprägt. Jeden Frühling aufs Neue muss ich raus, die ersten Huflattich-Blümchen suchen. Sehe ich Huflattich, spüre ich Aufbruch!

Gestern war es wieder so weit. Der erste Huflattich im Frühling 2013, und wusch! sind die Frühlingsgefühle da. So ganz neben bei hilft der daraus gekochte Tee, dem letzten Husten des Winters den Garaus zu machen…

huflattich

Auf demselben Frühlingsspaziergang entdeckten wir ganz viele Grasfrösche. Nach der Linth-Renaturierung finden diese nun wieder einen Lebensraum, und sie nutzen ihn zur Zeit intensiv.

grasfrosch3

Blumen zur Verkehrsberuhigung

Der bisher konkreteste Entwurf zum Rückbau der Hauptstrasse durch Näfels wurde am diesjährigen Fasnachtsumzug vorgestellt.

Ich fürchte aber, auch über dieses Projekt werden wir nicht an der Landsgemeinde abstimmen dürfen.

2013_Fasnacht_Hauptstrasse

Glarus Nord Anzeiger bringt Porträt der Parlamentspräsidentin

Heute erscheint ein Porträt von mir im „Glarus Nord Anzeiger„. Das hab ich jetzt davon, dass ich unbedingt Parlamentspräsidentin werden wollte ;-).

 

Rückblick auf die Parlamentssitzung – und auf die Ferien

Kaum zurück aus den Ferien, ging es voll zur Sache: Letzten Donnerstag verabschiedete das Parlament Glarus Nord das Budget 2013. Insbesondere wurde der Budgetposten für den Neubau eines Forstwerkhofes in Näfels – ein Posten von 1.6 Mio – aus dem Budget gestrichen. Ich finde es richtig, dass das Parlament dazu etwas mehr Informationen will als vier Zeilen im Kommentar und finde den Entscheid daher grundsätzlich richtig – mit dem unguten Gefühl, dass man damit zwar dem Gemeinderat ein Zeichen setzt (wieder einmal), die Sache ausbaden müssen aber die Forstangestellten, denen man dadurch optimierte Arbeitsbedingungen ein Jahr länger vorenthält. Gut, das letzte Wort dazu hat am 29. November die Gemeindeversammlung, mal sehen.

Dass die SVP-Motion zur Schuldenbremse überwiesen wurde, ist mir hingegen unbegreiflich. Unser Gemeinderat spart ja sowieso schon wo es nur geht und eher zu viel als zu wenig, da brauchen wir nicht die schärfste Schuldenbremse der Welt. Auch hier ist zum Glück das letzte Wort noch nicht gesprochen, der Gemeinderat muss jetzt eine Vorlage ausarbeiten, über die wir nochmal diskutieren werden – und gegen die wir nochmals kämpfen werden!

***

Die Ferien waren übrigens sehr erholsam. Und Südfrankreich definitiv sehr schön:

Sonnenuntergang im Alten Hafen von Marseille

Fast täglich schwimmen hinter dem Wellenbrecher

Der Sardellenfischer von Cassis blickt aufs Meer und seine Liebste, eine Nixe.

Der wunderbare Calanques-Stein gibt einen schönen Boden her für die Stadt Cassis.

 

Salzgewinnung in der Camargue (anklicken: Es ist ein Panorama-Bild)

Das naturhistorische Museum von Marseille:
So altertümlich, es wäre selber schon ausstellungswürdig.

Und ja: Es war noch Sommer in der Provence!
(Strickgraffiti im Bahnhof Aix-en-Provence TGV)

Zu Beginn des Präsidialjahrs

Seit letztem Donnerstag bin ich Präsidentin des Parlaments der Gemeinde Glarus Nord. Das ist das erste Mal, seit ich poltitisch aktiv bin, dass ich ein Amt, das mit einer gewissen „Ehre“ verbunden ist, inne habe. Ich habe Jahre, ja: Jahrzehnte lang eher „backstage“ gearbeitet, mit 16 als AG-Mitglied beim „Demokratischen Nidwalden“, später dann als Angestellte der SP Schweiz, danach in der Geschäftleitung der SP des Kantons Glarus und als ehrenamtliche Parteisekretärin. Darum freue ich mich jetzt, und geniesse es auch, eine gewisse Anerkennung zu ernten und einen gewissen Einfluss zu haben. Und ich freue mich, dies in der ersten Legislaturperiode einer nigelnagelneuen Gemeinde tun zu können. In meiner Antrittsrede habe ich dies so formuliert:

„Es ist für mich eine grosse Freude, bei diesem spannenden Prozess der ersten Jahre unserer neuen Gemeinde gestaltend dabei sein zu können. Es sind nicht viele Kommunalpolitiker, die die Gelegenheit bekommen, sich selber neu zu erfinden. Wir alle hier im Raum haben in diesem Sinne die Chance, an etwas Aussergewöhnlichem mitmachen zu können. Das ist manchmal mühsam, manchmal konfliktbeladen, manchmal trocken, meistens aber einfach nur sehr spannend.

Wir stehen nun bereits in der Mitte der ersten Legislaturperiodie. Vieles haben wir geschafft in den letzten zwei Jahren. Es pendelt sich langsam so etwas wie ein politischer Alltag ein, denn Parlament und Gemeinderat haben sich, nicht ohne die gelegentlichen Reibungsverluste verschweigen zu wollen, in ihre jeweiligen Rollen schon recht gut eingelebt. Uns alle verbindet ja der Wille, eine gute Gemeinde Glarus Nord zu gestalten. Dass dieses „Gute“ nicht aus jeder Perspektive genau gleich aussieht, liegt oft klar zu Tage – aber genau dafür haben wir ja unsere demokratischen Instrumente: Damit wir aushandeln, wie dieses „Gute“ denn nun konkret ausgestaltet werden soll.

Vieles wird aber auch im nächsten Parlamentsjahr noch neu sein. So ist der erste Bericht der GPK und, damit zeitlich verbunden, der erste Jahresbericht des Gemeinderates, noch ausstehend. Auch haben die gemeindeeigenen öffentlich-rechtlichen Anstalten noch keine Reglemente und keine Eignerstrategien. Die Raumplanungskonzepte für unsere Gemeinde sind noch weit davon entfernt, unter Dach und Fach zu sein.  Obwohl also noch nicht alles aufgegleist ist für das Funktionieren unserer Gemeinde, steht uns mit der Anpassung der Gemeindeordnung sogar schon die erste Korrekturrunde ins Haus. Ich bin zuversichtlich, dass wir alle, Parlament wie Gemeinderat, diese Geschäfte mit der nötigen Sorgfalt angehen und im sachlichen Dialog die für die Gemeinde beste Lösung anzustreben gewillt sind.“

Ganz gerührt war ich am anschliessenden Apéro. Reich beschenkt von meiner Fraktion (mit einem Drechselwerkzeug! Und einem bedeutungsvollen Stück Holz!), köstlich bewirtet von Herrn Weber und Crew vom Volg Näfels – und, zu meiner riesigen und ganz speziellen Freude, getränkt mit „la bleue“, tagesfrischer Direktimport aus dem Val de Travers, persönlich ausgeschenkt vom Gemeindepräsidenten und dem Gemeindeschreiber von Val-de-Travers höchtpersönlich!

Dass dann am Freitag Abend gleich noch meine Première als Gemeindeversammlungs-Votantin folgte, machte die letzte Woche zu einer politischen Premièrenwoche für mich – und ich gebe zu: Ich habe es genossen…

2012 Juni 23 SO GL S 2

Berichterstattung im Fridolin

 

Studienreise von Fusionsgemeinde zu Fusionsgemeinde

Letzte Woche verbrachte das Büro des Parlaments Glarus Nord, dessen Vizepräsidentin ich bin, zwei Tage im Val de Travers auf Studienreise. Wir besuchten eine Parlamentssitzung – die letzte der Legislatur – und fast alle Sehens- und Drinkwürdigkeiten des Tals. Die grüne Fee haben wir ganz knapp nicht gesehen, es heisst, man sähe sie erst ab dem 11. Glas…

Val de Travers ist eine fusionierte Grossgemeinde aus 9 ehemaligen Kleingemeinden. Die Fusion hat ähnliche Dimensionen wie unsere in Glarus Nord und fand zwei Jahre vorher statt. Auch das Wappen ähnelt demjenigen von Glarus Nord – und das gab vor fast einem Jahr den Ausschlag, dass ich dem Büro vorschlug, mit Val de Travers Kontakt aufzunehmen. Die Diskussion mit den Gemeinderäten (nix -Innen…) und beim Nachtessen auch mit den ParlementarierInnen brachte Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu Tage, die Stoff für Überlegungen bieten. Ich wusste z.B. nicht, dass es Gemeinden gibt, die die Gemeinderäte nicht in Volkswahl direkt wählen, sondern durch das Parlament. Das hat durchaus seine Vorteile! Und ein paar Auswirkungen, die uns im Vorfeld irritierten, nun aber klar sind: Der Gemeinderat führt im Auftrag des Parlaments die Geschäfte der Gemeinde, und somit ist es der Gemeinderat, der uns eingeladen hat. Für uns war das zuerst die falsche Ebene – aber aus der Realität der Gemeinde Val de Travers heraus logisch. Auch sind die Gemeinderäte Vollzeit angestellt, und nicht wie bei uns 20-30%. Dafür sind sie operativ stärker aktiv, sie sind gleichzeitig auch als Bereichsleiter tätig. Es war auch spannend zuzuhören, wie die Diskussionskultur in einem anderen Parlament aussieht.

Wir wurden insgesamt sehr herzlich empfangen und bewirtet, die Zeitung berichtete im Voraus über unseren Besuch. Das hatte zur Folge, dass ein sehr netter alter Herr, Zweifel mit Namen und aus Linthal stammend, an die Parlementssitzung kam um uns zu begrüssen. Er ist seit 62 Jahren im Val de Travers wohnhaft.

Der Status von offiziellen Gästen hat auch zur Folge, dass man Zutritt zu exklusiven Lokalitäten oder Produkten bekommt. Unser Besuch begann im L.U.C.eum in Fleurier, das ist das Privat-Museum der Besitzerfamilie von Chopard. Ich werde mir nie im Leben eine Chopard-Uhr leisten können, aber das Museum ist fantastisch, und nicht öffentlich – normalerweise nur für gute Kunden zugänglich. Das Museum zeigt Meilensteine der Uhrmacherei, und mir hatten es zwei Exponate besonders angetan, einerseits natürlich eine Drehbank:

Und andererseit eine Dezimalzeit-Uhr von Berthoud aus der Zeit der Französischen Revolution:

Nachdem es am Abend relativ spät wurde – dank des offiziellen 2012er-Absinths* der Gemeinde war das Durchhalten nicht besonders schwierig – war der zweite Tag nicht ganz einfach zu meistern ;-). Dennoch war das Val-de-Travers-„Pflichtprogramm“ wunderbar: Asphaltmine, Distillerie-Besuch, Creux du Van – alles war dabei. Es ist ein Glück, dass das unselige Absinth-Verbot aufgehoben wurde. Seither hat die Qualität und Vielfalt dieser gesunden Gebräue – zwei Nobelpreisträger hat das Val de Travers, NUR wegen des Absinths! ;-) – zugenommen. Unter dem Verbot waren die Flaschenetiketten jedoch sehr poetisch!

Am Sonntag waren dann Wahlen. Entsprechend aufgeregt waren unsere Gastgeber. Leider haben die socialistes nicht zugelegt – aber immerhin auch nicht verloren. Gewonnen haben die POP und die Grünen, und ein kleines bisschen die SVP – alle auf Kosten der mit einem Sitz Vorsprung auf die SP immer noch sitzstärksten FDP. Der GEmeinderat wird in der Zusammensetzung also nicht wesentlich verändert, der Fortsetzung der diplomatischen Beziehungen sollte nichts im Weg stehen.

 

* dieser wird jeweils am 24. Februar gekürt, dem Geburtstag der Abstimmung über die Einheitsgemeinde, im Rahmen eines Gemeindefestes, zu deren Programm eine symbolische „Landsgemeinde“ gehört.

So hand ouch unser Landtlüt und unser Vordern vestenklich und jemer ewenklich uff genommen für sich und all ira Nachkomen ein Krützgang von allen Kilchen in unserem Land und von jecklichem Hus der erberest Mensch, sunder ein Man ob er im Hus ist, uff den obgenampten Donstag järlich mit Andacht gan Näffels zuo gan durch die Weg und Steg, da denn unser Vordem uff disen Tag grose Not und Arbeyt erlitten hand

So. Jetzt sind die Fähnen wieder einmal verlüftet worden. Und zum 642 Mal die Namen aller bei der Schlacht bei Näfels gefallenen Glarner, Schwyzer und Urner verlesen worden. Wenn Ruedi unterm Biräbaum gewusst hätte, dass wir uns noch heute, 643 Jahre nach seinem Tod, jedes Jahr über seinen schönen Namen freuen!

Ich habe selten die Gelegenheit, an der „Näfelser Fahrt“ teilzunehmen. In Zürich ist der Tag eben kein Feiertag. Auch sind Schlachtfeiern zwar überhaupt nicht mein Ding, in diesem Fall aber gibt es ein paar faszinierende Zutaten: Die Tatsache, dass ohne Unterbruch jedes Jahr seit der Schlacht in irgend einer Form der Toten gedenkt wird. Das Verlesen des „Fahrtsbriefes“ in schönem Frühneuhochdeutsch (Mitte 15. Jh.). Die Tatsache, dass die Prozession durch private Grundstücke führt. Und natürlich, dass am Nachmittag Markt ist, mit der schönsten Reitschule der Schweiz, der „Helleri„, deren Geschichte bis 1868 zurückreicht!

Die Linth bekommt ein bisschen Raum zurück

Heute vormittag war ich, offiziell und auf schönem Papier eingeladen in meiner Eigenschaft als Vizepräsidentin des Parlaments Glarus Nord,  mit meinem jüngsten Sohn an der Einweihung des sanierten und renaturierten Escherkanals. Seit dem Spatenstich habe ich immer wieder gespannt die Entwicklung beobachtet – und es wird noch eine Weile weitergehen mit den Veränderungen, die Natur wird die Gegend weiter verändern, nachdem die Bagger nun weg sind. Erstaunlich war es zu sehen, wie viel sich in nur einem Jahr schon getan hat. Die Tümpelchen sind grösstenteils schon voller Leben. Chli Gäsitschachen ist ein wichtiger Lebensraum für Gelbbauchunken – und wird dies nun auch bleiben. Diese hier war heute morgen mit von der Partie bei der Amphibien-Führung:

Die Eröffnungsfeier wurde vorwiegend von Schulkindern gestaltet. Sie hielten die gut einstudierte Festrede (die nicht auf ihrem eigenen Mist gewachsen war, offensichtlich; ich persönlich mag es nicht, wenn Kinder Verzierung sein müssen und kindlich anmutende Texte, die von ihren Lehrern geschrieben wurden, auswendig gelernt vortragen). Die Ansprachen der Regierungsräte waren erfreulich kurz, die musikalische Umrahmung Geschmacksache, aber unerwartet originell. Agnes Hunger und Jimmy Gmür: http://agnes-hunger.ch/joomla/index.php?option=com_content&task=view&id=27&Itemid=76.

Beeindruckt hat mich eine ganz kleine Seitengeschichte: In den Gelbbauchunkentümpeln wächst eine seltene Pflanze, Froschzunge. Sie war seit 200 Jahren, also seit der Linthkorrektion, nicht mehr heimisch im Glarnerland. Im Rahmen der Renaturierung wurde an dem Standort Humus abgetragen – und aus dem alten Humus, der nun zu Tage trat, keimten neue Froschzungen. Aus 200jährigen Samen!

 

Ab in den Wald mit den Kindern!

 In der gestrigen Sonntagszeitung erschien ein interessanter Artikel von Sabine Olff : „Auf die Bäume, ihr Kinder!“ zum Thema Nutzen von direktem Naturerleben für die Kinder. Anlass dafür ist eine Neuerscheinung: Mehr Matsch! von Andreas Weber.

Die Grundthese: Kinder lernen in der Natur schneller, besser, anders als drin. Ohne Natur verkümmert Bindungsfähigkeit, Emathie, Fantaise und Kreativität. Kinder werden ohne Natur zappelig und unglücklich. Und: Immer weniger Kinder spielen in der Natur. In Grossbritannien z.B. verletzen sich mehr Kinder, weil sie aus dem Bett fallen anstatt von Bäumen.

Für mich als Leiterin der Jugendabteilung des WWF besonders wichtig ist auch die Beobachtung, dass Kinder, die regelmässig in der Natur sind, mit der Natur vertraut sind, häufiger umweltbewusstes Verhalten zeigen – auch noch als Erwachsene. Und es macht mir Sorgen, was das für die Zukunft unseres Planeten heisst – inzwischen leben mehr als die Hälfte der Menschen in Städten.

Auf Glarus Nord bin ich in Hinsicht Kinder und Naturkontakt stolz. Ab Schuljahr 11/12 wird eine Kinderkartenklasse als Waldkindergarten geführt. Schön, dass das Angebot auf grosse Nachfrage stösst! Wer weiss, vielleicht wird es irgendwann auf Basisstufe ausgeweitet – die Erfahrungen, die die 2.Klasse meines jüngsten Sohnes mit ihrem Waldprojekt mit Lehrerin Christina Landolt gesammelt hat, waren durchwegs positiv…

Seesterne sammeln

Ich lese zur Zeit das sehr empfehlenswerte Buch „Das Ende der Welt wie wir sie kannten“ von Claus Leggewie und Harald Welzer. Keine leichte Kost, sehr notwendig. Einmal mehr frage ich mich, warum ich das eigentlich alles tue, woher mein Antrieb kommt, es trotz Klimaerwärmung und „grünen Freunden“, die immer noch mit dem Flugzeug in die Ferien fliegen, gern auch zweimal im Jahr, woher mein Antrieb kommt, es trotzt Waffeninitiative-Ablehung, Mühleberg-Ja und sonstigen kruden Argumentationen, trotz dem Zustand der Welt und meiner nicht nur gelegentlichen misanthropischen Anwandlungen, es trotz alldem immer wieder zu versuchen: Die Welt zu verändern, politisch aktiv zu sein.

Eine mögliche Antwort habe ich in einer Zen-Geschichte gefunden. Die Geschichte geht so:

Ein alter Mann ging in der Mittagshitze am Strand spazieren und sah einen Jüngeren, wie der Seesterne aufhob und ins Meer zurückwarf. Er holte ihn ein und fragte ihn, was er denn da mache.
„Die Seesterne trocknen aus und sterben, wenn sie in der Vormittagshitze hier in der Sonne liegen.“ kam die Antwort.
„Aber der Strand ist viele Kilometer lang, und da liegen Tausende von Seesternen,“ entgegnete der Alte, „was machen da Deine Anstrengungen schon für einen Unterschied?“
Der Junge sah auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn ins  Wasser. „Für den hier macht es einen Unterschied.“ sagte er.

(Quelle: www.zen-meditation.ch)