Pinhole Day 2017

Seit 17 Jahren ist der letzte Sonntag im April „Internationaler Lochkamera-Tag„. So haben wir gestern also wieder einmal die Lochkameras geladen, noch rasch zwei neu gebastelt und sind losgezogen, bei sonnigem, also idealen Wetter. Die Belichtungszeiten sind so schon lang genug…

Ich hatte mir überlegt, dass wir einen Ort brauchen, der viel grafische Strukturen und hohe Kontraste zu bieten hat. Und ich wollte nicht die ewig-gleichen Eisenbahnschienen-Fotos oder Bilder von Denkmälern, häufige Sujets der Lochkamera-Fotografie. So spazierten wir auf das Gelände eines Altmetallhändlers und stellten die Kameras auf. Es hat funktioniert:

Lochkamera in Position

Das Ergebnis (Belichtungszeit: 20 Sekunden)

Die am Vorabend noch rasch zusammengebastelten Schachtelkameras mit verschiedenen Brennweiten richteten wir auf dasselbe Sujet, um den Unterschied sichtbar zu machen.

grössere Brennweite – fast schon ein Teleobjektiv, resp. Teleloch

Kürzere Brennweite, eher Weitwinkel

 

Lochkamera, diesmal digital. Und ganz einfach. Und fast gratis.

Das Lochkamera-Thema lässt mich nicht los. Schon lange möchte ich gerne mal digitale Lochkamerabilder machen. Schon vor einiger Zeit hatte ich die Idee, dass man ja vielleicht nur in den Gehäuse-Staubdeckel einer Spiegelreflex ein kleines Loch machen müsste – habe an der Idee aber nie weiter herumgedacht, da ich mir sagte, SO einfach kann es ja gar nicht sein.

Nur: Es IST so einfach. Es funktioniert wirklich!  Allerdings bin ich bei weitem nicht die erste, die auf die Idee gekommen ist – das ändert nichts daran, dass ich stolz auf meine Idee bin.

Meine alte Nikon D50 sieht nun so aus:

nikon-lochkamera

Und so sehen die Bilder aus, die sie damit machen kann:

digiloch-erster-versuch

Etwas mehr Theorie dazu findet man z. B. hier:
www.digitipps.ch/fotopraxis/camera-obscura

Vierbild-Lochkamera

Seit einiger Zeit pröble ich etwas mit selbstgebastelten Lochkameras herum. Die Unvorhersehbarkeit des Resultats eines eines der grossen Reize dieses Verfahrens. Einer der grossen Nachteile ist es, dass man beim Fotografieren an einen engen Radius um die Dunkelkammer herum gebunden ist. Eigentlich. Doch wie wäre es, wenn man ganz kleine, vorgefüllte Lochkameras basteln würde? Davon könnte man dann ein paar mitnehmen, an einen andern Ort, und später entwicklen? So etwas in der Art vielleicht:

2016 08 21 Vierbildkamera

Vierbildkamera – In eine iPhone 5-Verpackung passen vier Dosen ganz genau hinein!

Ein erster Versuch schlug grandios fehl. Die in den Frühlingsferien in München gemachten Bilder waren unscharf und nicht richtig belichtet. ich war ziemlich frustriert und konnte mich erst heute zu einem nächsten Versuch aufraffen. Ich habe die Kameras ein bisschen verbessert und die Belichtungszeiten angepasst, die Dosen eingepackt und bin losgezogen. Das Resultat:

20160821_142520576_iOS

Positive am Abtropfen

Auf zwei von vier Bildern sieht man etwas! Juhi!

20160821 Bahnhof Glarus ab Papierpositiv

Glarus, Bahnhof

Glarus, Volksgarten

Glarus, Volksgarten

Hier noch die Zeitangaben, damit ich es nicht vergesse, fürs nächstes Mal:

  • Belichtungszeit Negative: 12 sec. bei leicht sonnigem Wetter, mittags.
  • Belichtungszeit Positive: 20 sec. Volllicht (Kontaktkopien ab Papier-Negativ).