Zurück aus Wales

2013_Katia_Fähre

Diesen Sommer zog es uns nach Wales. Ein paar Duzend Meilen westlich von Cardiff in einem kleinen Ort in einer ehemaligen Kapelle wohnten wir, und machten Ausflüge in alle Richtungen. Wir Umweltbewussten reisten natürlich nicht im Flugzeug an, sondern mit Zug und Fähre (Näfels – Zürich – Paris -Le Havre – Portsmouth – Cardiff – Kidwelly. Insgesamt jeweils eineinhalb Tage und eine Nacht).

Das Reiseziel ausgewählt hatten wir, weil wir alle grosse Fans der BBC-Sience-Fiction-Serie „Doctor Who“ sind, die dieses Jahr ihr 50jähriges Bestehen feiert. Die Serie wird in Cardiff gedreht, wir wollten die Schauplätze sehen, und in Cardiff steht auch ein Doctor-Who-Museum, und das haben wir natürlich besucht.

Südwales ist geprägt von Industriegeschichte. Kohle-Abbau und Metallverarbeitung prägten die Landschaft. Es heisst, die industrielle Revolution habe in Europa in Südwales begonnen. Das ist allerdings Geschichte – in den Neunzigerjahren wurden die in den Achzigern von Ms Thatcher wieder privatisierten Kohleminen geschlossen. Das steckt den Leuten immer noch in den Knochen (Ms Thatchers Tod wurde hier gefeiert). Die Täler wurden dank immenser Anstrengungen wieder grün, es gibt nur noch drei Kohleminen in Betrieb und eine der grösseren ist inzwischen ein nationales Kohle-Bergbau-Museum (the big pit).

2013_BigPit

 

Wales ist nicht weit von England entfernt, und trotz aller Unterschiede – die Sprache! man isst hier zum Tee die Scones nicht mit Schlagrahm, sondern mit Butter! – gibt es auch viel Gemeinsames. Zum Beispiel schöne Gärten. Der National Botanic Garden trumpft mit dem grössten freistehenden Glasdach Europas vom Stararchitekten Norman Foster auf.

2013_National Botanic Garden

Heute strebt Wales nicht die Unabhängigkeit von Grossbritannien an (im Unterschied zu den Schotten). Das war aber nicht immer so: Als Britannien unter Normannischer Herrschaft war, kostete es sie einige Anstrengung die Macht zu behalten. Zeuge davon sind die unzählbaren Burgruinen – diese Burgen dienten nicht der Verteidigung gegen aussen, sondern der Machterhaltung gegen innen. Hier der Turm von Kidwelly Castle, nur wenige Meilen von unserer Ferienwohnung entfernt. Diese Burg diente als Kulisse für den Monty Phyton Film „the holy grail“.

2013_KidwellyCastle

Seit langem wieder einmal hatte ich eine „Lismete“ dabei in den Ferien, zwei Putzlappen in den walisischen Landesfarben entstanden dort. Die walisische Flagge zeigt einen roten Drachen auf grün-weissem Grund (grünes Land, weisser (!) Himmel). Der rote Drache ist Wales, der gemäss der Prophezeiung Merlins eines Tages einmal gegen den weissen Drachen (aka England) siegen wird.

2013_Lümpen_1000

Schöne Stoffe

kissen

Ich liebe spezielle Stoffe. Und ich liebe es, in speziellen Stoffläden in Farben und Mustern und Materialien zu schwelgen. Vorletzte Woche war ich in Berlin und habe bei Frau Tulpe eine wunderbare Stunde verbracht. Mit nach Hause gebracht habe ich (u. a.) den Käferstoff.

Der schöne  Tupfen-Vorhang ist aus Stoff von barré in Zürich, und das rote und das weisse Kissen aus handbedruckten Stoffen aus dem kleinen Stoffsalon in Wien. Und alle miteinander machen unsere Lese-Kuschel-Filmschau-Ecke zu etwas Besonderem.

 

Ich bin gespannt, ob ich diesen Sommer in Cardiff auch ein spezielles Stoffgeschäft entdecke…

 

iPad-Hülle

Passt!

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