Alleine Wandern

Alleine Wandern ist etwas, das ich eigentlich nie mache. Für die Zeit zwischen zwei Arbeitsstellen jedoch schien es mir angebracht, mir einen Allein-Tag zu „verordnen“, um zur Ruhe zu kommen und um umzuschalten. Das wirkt – ein sogenanntes „Solo“ ist denn auch eine gängige natur- und erlebnispädagogische Methode, die hilft, zu sich selber zu kommen und zu eine Verbundenheit mit der Natur zu erleben. Nach fast 16 Jahren Arbeit im Bereich Naturpädagogik dachte ich mir, es sei höchste Zeit, die Methode auch mal an mir selber auszuprobieren ;-).

Ich war alleiner als gedacht – ich dachte mir zwar schon, dass an einem Arbeitstag im Frühling nicht allzu viele Leute am Wandern sind, da es aber der einzige Schönwettertag der letzten Woche war, erstaunte es mich schon, dass ich – abgesehen von der Stunde im „Berg“-Restaurant – höchstens einem Dutzend Leuten begegnete.

Meine Route führte mich von Gibswil auf den Bachtel und wieder runter nach HInwil. Insgesamt 13 Kilometer, 400 Höhenmeter hinauf und 650 Höhenmeter hinunter.

Wissengubel_1000In Gibswil findet man den Weissengubel, eine spektakuläre und gut zugängliche Höhle, von denen es im bachreichen Bachtel-Tösstal-Nagelfluh-Gebiet zahllose gibt. Sie ist so schön, dass es für die Benutzung Beschränkungen gibt. An diesem Aprilmorgen jedoch waren ausser zwei Gemeindearbeitern, die ein bisschen aufgeräumt haben und nach fünf Minuten wieder weg waren, kein Mensch da ausser mir. Der perfekte Ort für ein kleines „Solo“, um eine Stunde ruhig dazusitzen und dem Wasser zuzuhören.

Auswahl

Auf dem Bachtel hat es eine riesengrosse Auswahl an Wanderwegen, und für jedes Ziel mehrere Wege.

Und ich suche mir natürlich genau die Variante aus, die nicht mehr richtig gepflegt wird…

 

 

Zuner Weg

Der Weg hinunter nach Hinwil war dann (leider) nicht mehr so waldig.

Am Wegrand entdeckte ich wunderschöne vierblättrige Einbeeren, die Apfelbäume blühten, die Vögel zwitscherten und zum Schluss hatte der Zug nach Hause massiv Verspätung – nicht nur die Natur, auch die Technik trug ihren Teil zu meinem Entschleunigungsprogramm bei. Nun bin ich bereits und offen für das Neue.

vierblättrige einbeereP.S.: Auf dem Bachtel habe ich entdeckt, dass Yoda offensichtlich Züritüütsch konnte:

yodobachtel

 

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