Zick – zack – geflickt! Wider die geplante Obsolenz.

Ich liebe Rüeblisalat. Und Selleriesalat. Und ja, natürlich auch Schokoladekuchen.

Der Zusammenhang? Für alles brauche ich meine geliebte, alte Zyliss Trommelreibe. Gekauft vor etwa zwanzig Jahren tut sie immer noch ihren Dienst – jedenfalls fast: Der Gummi-Saugfuss wurde inzwischen spröde und will nicht mehr recht halten. Einmal drehen, einmal frisch ansaugen – das wird auf die Dauer mühsam.

In unserer heutigen Welt ist es oft so, dass man beim Versagen der ersten Komponente gleich das ganze Ding entsorgen muss. Mit entsprechend wenig Hoffnung habe ich mich daher an die Firma Zyliss gewandt mit der Frage nach allfällig erhältlichen Ersatzteilen. Und entgegen meinen pessimistischen Erwartungen gibt es diese Gummifüsse zu der zwanzigjährigen Reibe noch. Und nicht nur das: Hätte ich eine Reibe gehabt, die nochmal zwanzig Jahre älter gewesen wäre, hätte ich auch deren Fuss ersetzen können – diese Gummifüsse gibt es zwar offiziell nicht mehr, dafür ein kleines Werkzeug, mit dessen Hilfe man die „neuen“ Gummifüsse aufs Format der alten zurechtschneiden könnte.

So geht das mit dem Widerstand gegen die geplante Obsolenz! Danke Zyliss – dafür, dass ihr zwar das Design der Trommelreibe in den letzten zwanzig Jahren verändert habt, nicht aber die Masse der Verschleissteile, über alle Handänderungen und Turbulenzen der Marke Zyliss hinweg. Das entspricht einer der zentralen Forderungen der Grünen zur Vermeidung der geplanten Obsolenz, Standardisierung und Normierung – hier innerhalb der Versionenreihe eines einzelnen Produktes.

 

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