Gelesen 2013

Ich erwarte, dass ich nicht gelangweilt werde. Das ist mein Hauptverhältnis zur Literatur. (MRR, 30.9.1988)

  • Januar: John C. Parkin: Fuck it . // Entspannend. (Kindle)
  • Januar: Jasper Fforde: Wo ist Thurdsday Next? // Erwartungsgemäss gepflegt verwirrend. (Kindle)
  • Januar/Februar: Richard Llewellyn: So grün war mein Tal. // Eine Kindheit und Jugend in einem Kohlegrubental in Wales. Zuerst dachte ich, diese altertümliche Buch lese ich nicht zu Ende. Doch dann hat mit das Schicksal von Huw doch noch gepackt. Reisevorbereitung für die Wales-Ferien im Sommer.
  • Februar: Jakob Hein: Gebrauchsanweisung für Berlin // Im Kern hat sich „mein“ Berlin offenbar seit 1991 gar nicht sooo fest verändert…
  • Februar: Kaspar Schnetzler: Nach Berlin! // Gespreizt, altväterlich, blass: Nur das Suchen nach meinen eigenen Berlin- Erinnerungen hat mich zu, Durchhalten animiert. Ansonsten schliesse ich mich der NZZ an: tp://www.nzz.ch/aktuell/startseite/nach-zuercher-vaeter-sitte-1.17711957
  • Februar: Marina Lewycka: Die Werte der modernen Welt unter Berücksichtigung diverser Kleintiere (gehört) // Hippie-Sohn zockt an der Börse und kommt nicht damit klar, in zwei Welten unterwegs zu sein. Amüsant.
  • März: Shakom Auslander: Hoffnung. Eine Tragödie. // So rabenschwarz, dass ich es trotz etlicher Längen&Schwächen im Bau der Geschichte ganz gelesen habe.
  • März: Cheryl Strayed: Der grosse Trip (gehört) // Oberflächlich betrachtet ein Exemplar aus der Reihe Wandere-und finde-zu-dir-selbst Bücher, aber eigentlich ein hübsches, zurückhaltendes und bescheidenes „memoir“ -Porträt der Schriftstellerin als junge Streunerin.
  • April: John C. Parkin: Fuck it Therapy. // Ich glaube, mit hat ein Selbsthilfebuch noch nie so berührt und tatsächlich verändert.
  • April: Val McDermid: Kate Brannigan-Krimis Nr. 1-4 (Hörbuch). // Musste einfach wieder mal sein, ein paar Krimis. Mit einer taffen Heldin.
  • Mai: J.P. Moehringer: Knapp am Herz vorbei. // Interessant aufgemachte Fiktive Biographie. Doppelter Rückblick auf ein wildes Leben: Introspektion und das, was einer davon preiszugeben beschliesst.
  • Mai: Howard L. Anderson: Albert – Ein glorreiches Schnabeltier. // Freundschaft! Ehre! Verrat! Selbstfindung! Gewalt! Rache! Schnaps! Ganz grosses Australo-Western-Roadtrip-Kino.
  • Mai: Max Monnehay: Dorf der Idioten. // Albtraum eines Aussenseiters, blutrünstig, gemein, deprimierend. Und trotzdem hat es mich ziemlich kalt gelassen.
  • Mai: Jenny Lawson: Das ist nicht wahr, oder? // Amüsant für wenn zu müde ist, etwas „Richtiges“ zu lesen. Und lieder viel, viel, viel wengier frech und grenzüberschreitend, als ich dies auf Grund des Klappentexts, des Umschlags und des Vorworts erhofft hatte.
  • Juni: Charesles Yu: Handbuch für Zeitreisende. // Nicht fertig gelesen, es wäre eigentlich in der Grundidee und auch im Aufbau spannend, aber im Detail ermüdend science-verliebt.
  • Juli: John Steinbeck: König Artus und die Heldentaten der Ritter seiner Tafelrunde. // Reisevorbereitung für Wales. Ich wusste gar nicht, dass Steinbeck diesen Stoff auch bearbeitet hat – es wurde eine lesbare Version, und die „neuen“, von ihm hinzugedichteten Teile, sind sehr amüsant.
  • August: Fredrik Sjöberg: Der Rosinenkönig // Die Geschichte des Naturforschers Gustaf Eisen, eng verwebt mit Autobiographischem und weiteren Ab- und Ausschweifungen. Sehr spezielle Erzählweise – subjektiver Journalismus, auf eine Biographie angewandt.
  • September: Verena Steiner: Energiekompetenz. Produktiver denken – Wirkungsvoller arbeiten – Entspannter leben. // Wenn es nur nicht so sehr um mehr Leistung ginge – es war auch eine Übung in Trotzreaktionen überwinden, und das spannende daran trotzdem wahrnehmen. Ich trinke jetzt nur moch dann Kaffee, wenn das Tief vorbei ist.
  • September: Elisbeth Tova Bailey: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen. // Wie kann man 20 Jahre krank und bettlägerig sein, und nicht den Lebensmut verlieren?
  • September: Joël Dicker: Die Wahrheit über Henry Quebert. (Gehört) // Ein junger Schweizer versucht einen „grossen amerikanischen Roman“ zu schreiben. Ich verstehe den Hype nicht. Es ist ein spannender whodoneit- Krimi, komplex gebaut, aber klischeegeladen und gespickt mit 31 Plattitüden übers Schriftstellern mit – hilfe! – Boxmetaphern.
  • September: Ian McEwans: Honig. // Na ja. Ein typisches Diogenes-Buch. Gehobene Unterhaltung, genug Tiefgang, um sich nicht seicht zu fühlen, genug easy reading, um sich nicht anstrengen zu müssen. Nichts, das bleibt.
  • Oktober: Christian Hesse: Was Einstein seinem Papagei erzählte. // Wissenschaftshumor und -witze gebündelt, leider aus der Perspektive eines snobistischen Mathematikers, der sich den Geisteswissenschafltern, v.a. den Soziologen, ach so überlegen fühlt, dennoch mit vielen Perlen drin.
  • Oktober: Steven Johnson: Wo gute Ideen herkommen. Eine kurze Geschichte der Innovation. // Anregend.
  • November: Ernest Cline: Ready Player One (gehört) // Ich bin ja sowas von keine Gamerin, aber SF-Geschichten, die in Gamewelten spielen, faszinieren mich sehr. Seltsam.
  • November: Tad Williams: Otherland 1-4  (gehört) // Nicht zum ersten Mal. Grund: Siehe oben.
  • November: David Sedaris: Let’s explore diabetes with owls (gehört) // Achterbahnfahrt fürs Gehirn und hartes Training für die Bauchmuskeln. Gelesen vom Autor.
  • Dezember: Walter Moers: Wilde Reise durch die Nacht // Eine Abenteuergeschichte, die die Illustrationen von Gustave Doré zu diversen Romanen zu einer einzigen Geschichte zusammenspinnt. Wunderbar!
  • Dezember: Terry Pratchett: Die lange Erde (gehört) // Wie wäre es, wenn wir zwischen einer unendlichen Reihe von Parallel-Erden (ja, genau die, die es theoretisch geben müsste, falls das Universum tatsächlich unendlich ist) hin- und herwechseln könnten?
  • Das ganze Jahr über: Terry Pratchett: Ganz, ganz viele Romane – alles, was audible an Hörbüchern hergibt. Immer wieder. Und am Liebsten von Michael Che-Koch gelesen.

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