Lee-Go

Die Strickanleitung lag jetzt mindestens zwei Jahre hier herum, und endlich habe ich mich drangemacht – es hat enorm Spass gemacht. Ich sollte sehr viel öfter skurrile Dinge stricken!

Lee-Go

Seekrank

Seit dem 27. Juli bin ich seekrank. Ausfall des Gleichgewichtsorgans, links. Von einer Sekunde auf die andere Dauerdrehschwindel und Übelkeit. Die ersten zwei Tage war mir zum Erbrechen schlecht und ich konnte nur noch liegen, dann ging es in kleinen Schritten immer ein kleines bisschen besser. Inzwischen fühle ich mich so, wie wenn ich zwei Bierchen zu viel gehabt hätte.

Besonders fies: Es passierte am ersten Tag in den Bretagne-Ferien. So habe ich mich dort gefühlt:

Meer

 

Was weh tut

Mit einem Kollegen von der Arbeit habe ich kürzlich über Musik gesprochen. Ich erzählte, dass ich gerade etwas auf den Ohren habe, das mir mein Teenagersohn empfohlen hatte. Er fand das süss, und meinte nur, er müsse seiner Mutter auch immer CDs brennen, wenn sie ihn besucht.

 

!!!

 

Wehe es lacht jetzt jemand.

Ich finde das im Fall gar nicht amüsant.

UND ICH HOER IM FALL NICHT CDs! ICH STREAME DAS ZEUG!

Heisse Pfingsten

Wie jedes Jahr finden auch diese Pfingsten zahlreiche Lager von Jugendverbänden statt. Üblicherweise herrscht am „Pfila“ legendär schlechtes Wetter; Matsch und Frieren gehören dazu. So hatte ich dieses Jahr schon fast die Befürchtung, die Pfilas müssten abgesagt werden, weil kein Schönwetterprogramm geplant worden war.

item.

Es ist hochsommerlich heiss, über 30 Grad. Eigentlich ist es nur im Wasser auszuhalten. Z. B. im Walensee (juhu, mein iPhone kann Unterwasser-Aufnahmen):

unter wasser

Das kühlste Zimmer in unserem Haus ist mein Nähzimmer. Im Winter ist dies ein Nachteil, jetzt ein Genuss. Bei 20 Grad Innentemperatur lässt es sich gut aushalten. Passend zur Aussentemperatur habe ich mir gestern ein Strandkleid genäht, nach einem Schnitt aus der aktuellen Ottobre-woman-Nummer.

Dabei habe ich eine neue Art von Hals- und Armausschnittversäuberung bei Trikotstoff ausprobiert, quick&neat:

  • Versäuberungsstreifen 5 cm breit, ca. 20% kürzer als der zu versäubernde Ausschnitt.
  • Mit der Overlock rechts auf rechts annähen.
  • Füsschenbreit versäubern.
  • Um die Annäh-Naht klappen, mit Zwillingsnadel feststeppen.
  • Fertig.

Muss ich mir merken. Ist viel einfacher und schneller als meine bisherige Methode, die für die letzte Naht einen Handsaum benötigt. Gibt eine ganz schmale, sichtbere Versäuberung.

strandkleid

Das ist mein erstes „Handarbeits-Posting“ seit langem. Ich habe vor Jaaaahren mit dem Bloggen angefangen, um meine Handarbeitsprojekte zu dokumentieren und Lernerfolge zu sichern. Für meine Strickprojekte findet dies schon länger vollständig bei ravelry statt. Für’s Nähen gibt es ein solches Netzwerk leider nicht – falls doch: Hinweise nehme ich gern entgegen!

Parlament Glarus Nord: Wahlen

Am Wochenende vom 31. Mai/ 1. Juni sind in Glarus kantonale und kommunale Wahlen.

Ich würde mich sehr gerne, zusammen mit meinen KollegInnen aus der SP, im Gemeindeparlament von Glarus Nord weitere vier Jahre für ein wirkungsvolles Parlament, eine vernünftige Raumplanung und eine sowohl sozial als auch ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde einsetzen!

Auf www.smartvote.ch kann man nachsehen, welche Landrats-KandidatInnen der eigenen politischen Haltung am nächsten stehen (oder am weitesten davon entfernt sind). Die Gemeindeparlaments-KandidatInnen sind nicht auf smartvote erfasst, meine „Spinne“ sieht jedenfalls so aus:

spider

 

 

 

 

 

 

 

Kaffeetropfen

Durch den stosszeitvollen Bus arbeiten sich fünf VBZ-Angestellte. Sämtliche Fahrgäste haben ein gültiges Billet, niemand muss die fünf nach draussen begleiten. Handtaschen schliessen sich, Kopfhörer werden wieder eingesteckt, die Türen piepsen, der Bus fährt weiter.

Der Mann neben mir versucht, einen vollen Kaffeebecher, eine Aktentasche und ein Trottinet unter Kontrolle zu halten. Ich wechsle meine Tasche auf die ihm abgewandte Seite.

Ein Abteil hinter mir wechselt ein Lockenstab die Besitzerin. Ein Schwall von Anweisungen in einer mir unbekannten Sprache begleiten ihn. Die beiden Frauen sitzen nebeneinander. Ihre Haare sind glattfrisiert und unterscheiden sich nur in der Farbe.

Der Buschauffeur hält nicht viel von sanften Kurven. Der Mann neben mir hat seinen Kaffee zur Hälfte getrunken.

Drei Abteile weiter schläft ein Berufsschüler im Stehen. Sein Rucksack ist ein Stück offen, die Ecke eines Ordners drängt ins Freie. Die Lockenstabbesitzerin nimmt den Schüler wahr und überprüft sämtliche Reissverschlüsse  ihrer Tasche.

Der Mann stellt den geleerten  Kaffeebecher unter seinen Sitz. Er fällt um, der letzte Tropfen Kaffee spritzt auf meinen Schuh.

Was den Sommer auszeichnet

2013-08-11 18.53.39 (1280x960)Immer, wenn eine neue Jahreszeit anbricht, heisse ich sie willkommen. Sie ist neu, ersehnt,  Geschenk.

Immer, wenn eine neue Jahreszeit anbricht, ist da diese leise Wehmut: Wieder eine Jahreszeit vorbei, alles ist vergänglich.

Wenn aber der Sommer kommt, ist alles anders. Der Sommer ist einfach nur willkommen.

Wenn der Sommer kommt, ist er einzig und allein Gegenwart.

Ganz, umfassend, ausschliesslich Gegenwart.

stell dr eini vor

Ä Tiärbildli-Faserpelz-Frau lauft mer entägä. Beesch mit Wolf und Baum und Mond.
zZüri uff dä Bahnhofstraas! Was macht dänn die da!
Tere iri Chind heisset sicher Kevin, oder Tscheienn.
Zum Goiffeur chännt sie au mal widr.
Aber tNegel sind tipptopp gmacht.
Hät sicher en Hund, oder gad drü.
Iräs Hobby, öppis nur für sii. Am Samschtig amigs id Hundeschuelig uf dr Wisä hinderem Dorf.
Ufdr Zinnä än Rasäteppich, und än Chugelgrill.
Zum Geburtstag gits öppis zum Abstaubä, vo Swarovski.
Aber wer weiss – vilicht fahrt si ja au friiwillig Behindertätaxi
und macht die beschtä Mailänderli vu dr Wält.

 

redä, dänggä, schriibä

Ich ha no nie en längere Tegscht uf Mundart gschribä. Aso, das da isch im Fall ä totali Prömieerä. Mini Schribsprach ich hochtütsch, schrifttütsch halt, ich ha vor Jaare a dä Uni glernet, idä Schwiz gäbs so öppis we mediali Diglossie. Das heisst, mir sind zweisprachig, je nach Medium. Schribä – hochtütsch, Redä – Mundart.

Übers Tänggä hämmär i dem Zämähang nüd gret. Isch aber ä wichtigi Fraag. I welere Sprach tängged mier? Schwizertütsch? Hochtütsch? Oder öppä gar nüd numä innäre Sprach sondern au no i Bildär, Begriffscluster, Tön, Färbä…  und villicht i bedne Sprache, Schwizertütsch und Hochtütsch? Bestimmt tSprach üsers Tänggä? Und wenn ja: weli isch das bi mier?

Item. Am letztschte Sunntig isch dr Pedro Lenz uf Bsuech gsi bi dene zwei (zwe? zwo?), wo üs am Sunntig abig mängisch tSchwiz erklärid. Und wi immer, wenn ich am Herr Lenz zulose oder zueläsä tängg ich – uf schwizertütsch dängg ichs denn -, dass ich sicher bi, er chas uf schwizertütsch vil ehndr ufä Punkt bringä, was er tänkt as wenner mösst uf schrifttütsch schribä. Dass mä uf mundart, aso nüd nu so we eim dr Schnabl gwachsä isch, sondern au so, we eim zHirni gwachse isch, gnäuer formuliert, weniger schwaflet und schwurblet und konstruiert sondern fadegrad zum Punkt chunnt.

Min Profässer a dä Uni – as nüd dä, wo das mit de mediale Diglossie vrzellt het, sondern dä, wo Mittelalterliche Philsophie unterrichtet hett und ä Schwächi gha het, für diä Tänker, wo i irere Muettersprach gschribä händ statt uf Latinisch (das isch im Fall grad kä Abschweifig, das mit dere Schwächi, sondern ziilet fadägrad uf ä Punkt), aso däsäb Profässär hät mal amä Fäschtli e neui Methode vorgschstellt zum Prüefä, ob än philosophische Tegscht verhebet. Wämmä nä nämlich cha uf Entlibuechertütsch übersetze und niemert verchiisets vor Lachä, dänn verhebeter. Er het de das grad mal vorgmacht mit ämä Usszug vu „Sein und Zei“t vom Martin Heidegger. Ich ton etz nüd verrate, öbmr glachet heiged – diä säbä wo schomal hend möse Heidegger läsä, chönnd sichs ja versuche vorzstellä.

Aso, vilicht sött ich mich überwindä und au mal Dialäggt schribä. Das füert mich schnuerstraks zumä gröbärä Problem: Ich ha ken „richtigä“ Dialäggt. Mis Gred isch wie mis Dänngä: Es Gmisch vu alldem, woni bis jetzt scho ärläbt ha, vo dene Lüüt, womi irgendwie beiiflusst händ, woni mittnä gred, philosophiert, gsungä, gschtrittä, zämägläbbt und woni us dä Augä verlore ha. Ich ha gsammlet: Spuure vom Thurgau und em Solothurnische, es paar Sedimänt us dr tüüfschtä Innerschwiz, à Streifig usm Friburgischä, ä rächtä Gutsch Glarnertütsch und biz Zürisoose obedrüber.

Töffmä mit sonerä Sprach – „Bahnhofbuffet Oltä, mä ghört die ganz Tütschschwiz ufs mal“ – überhaupt Dialäggt schribä? Wenn scho dä Herr Lenz muess erkläre, wesoner nüd Bärndütsch schribt (wil er vo Langetal isch tänk)?

Mir gfallts äbä eigentlich, dass tSchwizertütsche kei normierti Rächtschriibig het und au kei normierti Grammatik. Es git ke richtig und ke falsch (aso moll, eigentlich scho: Das womä i dä Wärbig so ghört, das komische pseudoschwizertütsch wo eigentlich numä schrifttütsch isch, wo so unsgproche wird, das es uf e erscht Los tönt we Schwizertütsch, dassäb isch de scho falsch). Me mues für jedes Wort schtudierä, und tArbet am Wort isch tArbet am Tänkä, dä alt tNZZ-Reklamäschpruch stimmt äbä schu. Das ugreglätä hett öppis anarchischs. Schwizertütsch schribä isch Punk – und wemmä kän „schönä“ Dialäkt hät – ERSCHT RÄCHT!

Ich machs etz eifach mal und pass eifach uuf, das mich tDialäktpolizei nüd vertwütscht ;-). Und wer wott, cha ja versuchä usäzfindä, was für Spurä vo welem Dialäkt me mä alles fint in däm Teggscht.

Da no dä Herr Lenz bi Giacobbo/Müller letschte Sunntig – är hett alles im Griff mit dä Zahlwörter.

http://youtu.be/w0jfjlYpcAI

Eis, Eis, Eis!

Dieser Winter ist nicht sehr winterlich – es hat keinen Schnee, und kalt ist es (bisher) auch noch nicht. Die Schneearmut hat einen Vorteil: Der Klöntalersee kann gefrieren, wenn es nicht draufschneit, und fürs Klöntal reicht das bisschen Kälte, das wir haben. Im Klöntal scheint die Sonne im Winter nie.

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Das Eis war, zumindest am Rand, nicht besonders gut, sehr holprig, viele Bruchstücke. Das ist zum Schlittschuhlaufen furchtbar anstrengend, ich habe mich deshalb auch weitgehend ans Spazieren gehalten, es sieht dafür aber sehr schön aus.

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Ich konnte ausgiebig mein neustes Spielzeug ausprobieren, eine wasserdichte und stossfeste Outdoor-Hülle mit extrem starkem Weitwinkelobjektiv fürs „Telefon“.

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Der See ist nicht ganz zugefroren. Es empfiehlt sich, die Absperrungen zu beachten.

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